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Du hast gerade deine Bitcoin- oder Krypto-Wallet eingerichtet, und die Chancen stehen gut, dass du dabei ein Backup erstellt hast. Entweder hast du eine BitBox02 Hardware-Wallet verwendet und das Backup direkt auf der mitgelieferten microSD-Karte gespeichert, oder du hast es in Form von englischen Wörtern auf Papier aufgeschrieben. Das Erstellen eines Backups ist wichtig, weil es dir ermöglicht, deine Wallet wiederherzustellen, falls sie verloren geht, gelöscht, beschädigt oder gestohlen wird.

Dieser Artikel erklärt, wie Bitcoin- und Kryptowallet-Backups funktionieren und wie du die fünf häufigsten Fehler vermeiden kannst.

Fehler #1: Kein Backup machen

Wenn dein Laptop gestohlen wird, du deine Hardware-Wallet verlierst oder dein Handy löschst, sind alle deine Coins in dieser Wallet möglicherweise für immer weg. Dies kann leicht mit einem Backup verhindert werden. So simple, und trotzdem ist es erstaunlich, wie wenig sich viele Leute um ein richtiges Backup kümmern.

Hardware-Wallets bewahren normalerweise grössere Beträge auf, und es ist eine gute Sache, dass sie dich bei der Einrichtung zu einem Backup zwingen. Aber besonders für Anfänger kann es ziemlich stressig sein, all diese Wiederherstellungswörter aufzuschreiben, weil ihnen nicht wirklich klar ist, um was es sich dabei handelt.

Viele mobile Wallets zwingen dich ebenfalls, die Wiederherstellungswörter gleich zu Beginn aufzuschreiben. Das ist nicht optimal: wenn du nur schnell eine Wallet einrichten willst, vielleicht sogar an einem überfüllten Ort wie einem Bitcoin-Treffen, könntest du einfach durch den Prozess hetzen und danach die Serviette vergessen, auf denen Deine Wiederherstellungswörter stehen.

Aus diesem Grund erstellt die BitBox02 automatisch ein Wallet-Backup auf der mitgelieferten microSD-Karte: du musst dich nicht um irgendwelche Wiederherstellungswörter kümmern und bist in Sekundenschnelle fertig. Natürlich kannst du die Wiederherstellungswörter auch später noch aufschreiben (und dafür haben wir sogar eine professionelle, alterungsbeständige Backup-Karte mit Laminierung im Angebot), aber das musst du nicht.

Das Wichtigste dabei: ein ordentliches Backup deiner Wallet zu haben ist wichtig. Nimm dir die Zeit, es zu tun. Im Zweifelsfall solltest du ein neues machen. Im Ernst.

Fehler #2: Zu denken, dass du nach jeder Transaktion ein Backup machen musst (es aber wahrscheinlich trotzdem nicht machst)

Aber wie funktioniert ein Backup? Kannst du ein Wallet-Backup erstellen und fertig, oder musst du es von Zeit zu Zeit aktualisieren?

Moderne Wallets verwenden ein bisschen Magie und werden " hierarchisch deterministische" Wallets genannt. Das hört sich kompliziert an, ist es aber - zumindest aus der Sicht eines Nutzers - nicht wirklich.

Alles beginnt mit einem einzigen Geheimnis, deinem "Master Secret" oder "Seed". Von diesem Seed können alle zukünftigen Adressen für mehrere Accounts und Coins abgeleitet werden. Jede Adresse hat ihren eigenen privaten/öffentlichen Schlüssel, aber dieser wird automatisch berechnet t. Das ist der hierarchische Teil.

Mehr über Ableitung von Schlüsseln und Adressen in Learn me a bitcoin.

Nehmen wir an, du hast deine Wallet verloren und musst dein Guthaben aus deinem Backup wiederherstellen. Das heisst, du erstellst keinen neuen Seed, sondern importierst den aus deinem Backup. Die Wallet ist nun in der Lage, die gesamte Hierarchie der Coins, Konten und Adressen wieder abzuleiten, alles von diesem einen Geheimnis, wie beim ersten Mal. Dieser Prozess ist "deterministisch", weil er jedes Mal zu den exakt gleichen Adressen führt.

Deine Coins und Transaktionen werden nicht in der Wallet gespeichert, sondern sind Teil der öffentlichen Blockchain. Deine Wallet kann einfach wieder alle Transaktionen und Adressbestände abrufen und damit die gesamte Historie der Wallet herleiten.

Das Wichtigste dabei: du musst dein Backup nicht aktualisieren, und das ist der Grund dafür. Erstelle es einmal richtig, und du bist für die Zukunft gerüstet.

Fehler #3: Dein Backup auf dem Rechner oder Smartphone eingeben

Dein Backup enthält dein Hauptgeheimnis. Jeder, der dieses Geheimnis kennt, hat die volle Kontrolle über alle Coins in deiner Wallet. Und nicht nur jeder, sondern auch jedes Softwareprogramm, das im Hintergrund auf deinem Computer oder Handy läuft, könnte dich potenziell ausspionieren und deine Wiederherstellungswörter direkt an einen entfernten Angreifer senden. Es gibt auch bekannte Malware in freier Wildbahn, welche die Zwischenablage überwacht und Bitcoin-Empfangsadressen mit der eines Angreifers austauscht, das sind also nicht nur eine theoretische Sorgen.

Aus diesem Grund solltest du deine Wiederherstellungswörter niemals auf einem Computer eingeben oder sie in digitaler Form speichern. Auch ein Foto mit dem Handy, die Benutzung eines Fotokopierers (die meisten haben einen internen Speicher, der Kopien aufbewahrt) oder die Speicherung es in einem Cloud-Speicher sind tabu.

Für die Wiederherstellung einer mobilen Wallet musst du die Wiederherstellungswörter natürlich erneut eingeben. Das ist ok, da so eine Wallet sowieso nicht deine Ersparnisse enthalten sollte. Aber benutze nicht die Zwischenablage, sondern tippe die Wörter manuell direkt in der App ein.

Für grössere Beträge solltest du eine Hardware-Wallet wie die BitBox02 verwenden. Hardware-Wallets erlauben es dir, dein Backup direkt auf dem Gerät wiederherzustellen, entweder über die microSD-Karte der BitBox02 oder durch die Eingabe der 24 Wiederherstellungswörter auf der Hardware-Wallet, ohne dass dein Backup jemals deinen Computer berührt.

Das Wichtigste dabei: um sicher zu sein, sollte dein Backup nie mit deinem Computer in Berührung kommen. Verwende wenn möglich eine Hardware-Wallet für die Wiederherstellung. Bei grösseren Beträgen verwende nur dann eine Software-Wallet zur Wiederherstellung, wenn es absolut nicht anders geht, und gib das Backup direkt in die Wallet ein.

Fehler #4: Dein Backup nicht richtig zu sichern

Dein Guthaben ist durch eine Hardware-Wallet wie die BitBox02 gesichert, welche von total paranoiden Ingenieuren entwickelt wurde? Das ist grossartig!

Aber vergiss dein Backup nicht. Deine privaten Schlüssel sind in der Hardware-Wallet  geschützt. Ein Standard-Backup erlaubt es aber jedem, deine Wallet auf einem anderen Gerät wiederherzustellen und all deine Coins zu übernehmen. Die physische Sicherheit deines Backups ist also wichtiger als die deiner Hardware-Wallet.

Je nachdem, wie viel Geld sich in deiner Wallet befindet, wähle einen geeigneten Ort für dein Backup, zum Beispiel:

  • eine verschlossene Schublade
  • ein privater Safe zu Hause
  • ein Bankschliessfach

Um sicherzustellen, dass niemand unbemerkt Zugang zu deinem Backup erhält, empfiehlt sich die Aufbewahrung in einer manipulationssicheren Sicherheitstasche. Du musst dein Backup immer noch sicher und getrennt von der Hardware-Wallet aufbewahren, aber du kannst jederzeit überprüfen, dass niemand heimlich an deinem Backup war.

Das Wichtigste dabei: der geeignete Aufbewahrungsort hängt von der Höhe des gesicherten Geldes ab. Der Gesamtwert kann sehr schnell ansteigen, also ist es gut, auf der sicheren Seite zu sein.

Fehler #5: Dein Backup nicht von regelmässig zu überprüfen

Dein Backup ist an einem sicheren Ort aufbewahrt. Und du weisst, dass du es nicht aktualisieren musst, da es auch alle zukünftigen Transaktionen in deiner Wallet abdeckt. Alles gut?

Es empfiehlt sich, dein Backup von Zeit zu Zeit zu überprüfen. Mit der BitBox02 kannst du die microSD-Karte sicher direkt in die Hardware-Wallet einstecken und die Integrität deines Backups mit der BitBoxApp verifizieren.

Bei einem handgeschriebenen Backup mit Wiederherstellungswörtern gibt es keine einfache Möglichkeit zu überprüfen, ob es noch funktioniert (weil du es nicht auf deinem Rechner eingeben darfst). Die Hauptsache ist hier, dass du es noch finden kannst und dass niemand darauf zugegriffen hat.

Das Wichtigste dabei: Ein oder zwei Mal im Jahr dein Backup zu überprüfen hat sich bewährt und gibt dir die Sicherheit, dass du dein hart verdientes Geld jederzeit wiederherstellen kannst.

Fazit

Bitcoin-Backups können zu Beginn etwas verwirrend sein, aber wenn du weisst, was du eigentlich sicherst und wie sensibel diese geheimen Informationen sind, dann kannst du die fünf hier beschriebenen Fehler leicht vermeiden.

Wir werden in einem Folgeartikel fortgeschrittenere Themen behandeln, wie z.B. das Sichern deines Backups mit einer zusätzlichen Passphrase, oder das Aufteilen deiner Backups in mehrere Teile.


BitBox Backup-Lösungen

Mit der BitBox02 Hardware-Wallet hast du alles, was du brauchst, um deine Coins richtig zu sichern. Aber wie kannst du die Sicherheit deines Backups weiter verbessern? Wir haben uns ein paar zusätzliche Optionen überlegt, welche hoffentlich nützlich für deinen spezifischen Bedürfnisse sind.

Weitere Infos findest du auf unserer Backup solutions-Seite.

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